Aktuelles
Das ärgert den Radler

 

Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

Viel Licht, aber auch viel Schatten: Dauerärgernis Baustellen!

Januar 2012

Blickt man auf das vergangene Jahr zurück, so kann man feststellen: Es hat sich einiges getan für Radfahrer in Nürnberg! 

Mit norisbike wurde ein öffentliches Fahrradverleihsystem installiert, das eine umweltfreundliche Mobilität in Nürnberg für weitere Nutzergruppen (Pendler, Touristen, Einheimische ohne Fahrradkeller im Haus, …) ermöglicht und hoffentlich auch Autofahrer zum Umsteigen auf Öffentliche Verkehrsmittel in Verbindung mit einem Leihfahrrad ermuntert. Des Weiteren gibt es erstmals ein Winterdienstkonzept für Radfahrer.

Auch wurden 2011 einige wichtige Verbesserungen im Radroutennetz umgesetzt. So wurde in der Mögeldorfer Hauptstraße das Radfahren entgegen der Einbahnrichtung durch die Anlage eines Radweges in Gegenrichtung ermöglicht. In der Erlanger Straße wurde noch im November die Lücke in stadteinwärtiger Richtung unter der Ringbahnbrücke geschlossen. Im Marienbergpark wurde die Oberfläche der wichtigen Ost-West-Querung endlich in einen gut befahrbaren Zustand versetzt. Und in der Königstraße wurde das Radfahren entgegen der Einbahnrichtung ermöglicht, so dass man nun besser die Altstadt in Richtung Hauptbahnhof verlassen kann. Das sind alles ADFC-Forderungen, die teilweise schon seit vielen Jahren bestanden!

Radweg Erlanger Straße (Foto: Jens Ott)               Radweg Mögeldorfer Hauptstraße (Foto: Jens Ott)

Dauerärgernis Baustellen

Doch wer täglich mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs ist, weiß, dass noch einiges im Argen liegt. 

Vor allem die Behandlung des Radverkehrs an Baustellen (z.B. Brücke Münchener Straße, Straba-Insel Hauptbahnhof, Pillenreuther Straße) und bei Veranstaltungen (Rock im Park, Stadtstrand auf der Insel Schütt) führt immer wieder zu Verärgerungen bei Radfahrern, wenn nicht sogar zu Gefährdungen. 

Ein entsprechender Brief an Oberbürgermeister Dr. Maly im Juli 2011 wurde nur unbefriedigend beantwortet. Die Gefahr, dass durch diese Widrigkeiten im Radfahreralltag die positive Wirkung der ganzen schönen neuen Maßnahmen (s. oben) verpufft, wird offensichtlich nicht erkannt. 

Auch dass durch bauliche Maßnahmen neue Gefahrenquellen geschaffen wurden (Neue Ausfahrt am Parkplatz Hauptbahnhof Nordseite, Fahrbahnverengung in der Pillenreuther Straße bei Einmündung Bogenstraße) stimmt nachdenklich. Auf die versprochene Realisierung von überdachten Abstellanlagen in der Altstadt haben wir vergeblich gewartet.

Pillenreuther Straße (Foto: Helmut Rösner)             Hauptbahnhof Nordseite (Foto: Helmut Rösner)

 

Es wird also auch weiterhin ADFC-Engagement erforderlich sein – trotz „Nürnberg steigt auf“. Aber es ist auch ein klarer Aufwärtstrend erkennbar – wegen „Nürnberg steigt auf“.

Jens Ott

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Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

Tafelfeldstraße: Rücksichtslose Autofahrer versperren Durchfahrt

September 2011 

Für Radfahrer ist schon seit längerem die Einfahrt in die Tafelfeldstraße südlich der Landgrabenstraße möglich. 

Vor einigen Wochen wurde dort ein Verkehrsschild aufgestellt, wohl um die - auch von uns immer wieder beobachtete - illegale Einfahrt von Kfz zu unterbinden. Leider wird die Fläche hinter dem Verkehrsschild nun als Parkplatz missbraucht (siehe Foto). Dabei wird nicht selten die Durchfahrt für Radler stark eingeengt, teilweise sogar versperrt. 

In einem Brief an das Verkehrsplanungsamt haben wir deshalb darum gebeten, die Durchfahrt für Radfahrer wieder zu gewährleisten.

Jnes Ott

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Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

Plärrer - Tiergärtnertor: Markierung sollte erneuert werden

September 2011 

Gegenüber SÖR haben wir angeregt, auf dem Radweg entlang der Altstadtmauer zwischen Plärrer und Tiergärtnertor die Fahrradpiktogramme zu erneuern und die Standorte der Verkehrsschilder zu überprüfen. 

Vielen Fußgängern ist gar nicht bewusst, dass sie sich teilweise auf Wegen bewegen, die Fahrradfahrern vorbehalten sind.

Jnes Ott

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Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

Dürrenhoftunnel: Neue Gefahrenstelle

September 2011 

Aufgrund eines Unfalls Anfang Juni, bei dem ein Radfahrer auf dem Radweg in der Dürrenhofstraße mit einem Kleinlaster kollidierte, der in das ehemalige Milchhofgelände einbog, haben wir in einem Schreiben an das Verkehrsplanungsamt auf diesen Gefahrenpunkt hingewiesen. 

Diese Zufahrt, die zwar schon lange existiert, faktisch aber vor der Umgestaltung des Milchhofgeländes keine Bedeutung mehr hatte, soll nach Auskunft des Verkehrsplanungsamts mit Abschluss der Umbaumaßnahmen wieder versperrt werden. Die Erschließung des Areals erfolgt über die Kressengarten- und Tullnaustraße.

Jnes Ott

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Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

Kirchenweg: Wie lange noch die alten Straßenbahngeleise?

September 2011 

In einem Brief an den Oberbürgermeister haben wir die Beseitigung der seit 2004 nicht mehr genutzten Straßenbahngleise im Kirchenweg gefordert. Anlass für diese Forderung war ein Unfall Ende April, bei dem ein Fahrradfahrer verletzt wurde, weil er bei einem erzwungenen Ausweichmanöver mit dem Vorderrad in die Straßenbahnschienen geriet.

In seinem Antwortschreiben verweist der OB auf die hohen Kosten eines Gleisausbaus, der deshalb in der Regel nur im Zusammenhang mit Straßenbauarbeiten erfolgt. Diese stünden derzeit nicht an. Als Sofortmaßnahme kündigte er das Verfüllen der Schienen noch im Juli / August an.

Aus unserer Sicht ist dies nicht ausreichend, wenn es auch ein nützlicher erster Schritt ist. Zum einen ist immer wieder zu beobachten, dass sich die Auffüllmasse auflöst, zum anderen verbleibt die besondere Rutschgefahr auf den glatten Metallflächen. 

Ärgerlich ist die Antwort des OB aber vor allem deshalb, weil man bei diesem Thema schon einmal weiter war. Bereits 1996 hatte der ADFC auf die Gefahrenquelle „stillgelegte Straßenbahngleise“ hingewiesen. Daraufhin wurden etliche Gleise ausgebaut.

Jnes Ott

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Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

S-Bahn: Weiterhin Ausschlusszeiten?

September 2011

Prinzipiell ist die Fahrradmitnahme im VGN rund um die Uhr möglich. Lediglich bei der S-Bahn gibt es feste Ausschlusszeiten: Von 6 bis 8 Uhr und von 15 bis 18:30 Uhr ist die Fahrradmitnahme nicht erlaubt; ohne Rücksicht darauf, ob Platz vorhanden ist oder nicht. Mit der Erweiterung des S-Bahn-Netzes Ende 2010 wurden viele neue VGN-Kunden mit dieser Regelung konfrontiert. Für sie war es bisher möglich, in den Nahverkehrszügen bei vorhandenem Platzangebot rund um die Uhr Fahrräder mitzunehmen. Durch den Ersatz von R-Bahnen durch S-Bahnen hat sich die Situation also für sie verschlechtert.

Bisher ist man im ADFC davon ausgegangen, dass mit dem Einsatz der neuen S-Bahn-Garnituren, deren Einsatz gerade vorbereitet wird, die Ausschlusszeiten entfallen. Denn die neuen Wagen sind mit Mehrzweckabteilen ausgestattet. Doch die Bahn will offensichtlich weiterhin an den Ausschlusszeiten festhalten. Der ADFC wird sich deshalb bei der Bahn für eine Aufhebung der Ausschlusszeiten  auch bei der S-Bahn einsetzen.

Text: Jens Ott, Foto: Rüdiger Strnad

Ausschlusszeiten auf den neuen S-Bahn-Linie

Juni 2011

Mit dem Fahrplanwechsel 2010 wurde das S-Bahn-Netz im Raum Nürnberg beträchtlich erweitert. Die damit verbundenen Anlaufschwierigkeiten erstrecken sich leider auch auf die Fahrzeugausstattung. 

Die Folge ist, dass auf der bisherigen Regionalbahnlinie zwischen Nürnberg und Bamberg jetzt S-Bahn-Züge mit den so genannten X-Wagen verkehren, welche über keine Mehrzweckabteile verfügen. Die Fahrradmitnahme ist dort grundsätzlich in den Einstiegsbereichen möglich, was bei 4 Wagen mit je 3 Türen durchaus Mitnahmekapazitäten schafft. Aber: Für Züge ohne Mehrzweckabteil sind im VGN Ausschlusszeiten zu beachten und zwar von Montag bis Freitag zwischen 6 und 8 Uhr und zwischen 15 und 18:30 Uhr.

Wer wochentags, ob beruflich oder in der Freizeit, sein Fahrrad in den S-Bahn-Linien mitnehmen möchte, tut gut daran, die Ausschlusszeiten zu beachten. Die Bahn richtet sich mittlerweile auf einen längeren Betrieb mit dem jetzigen Fahrzeugbestand ein und hat die Züge auf den Abfahrtstafeln der Bahnhöfe entsprechend gekennzeichnet (Fahrradsymbol bei Abfahrtszeit in den Ausschlusszeiten fehlend bzw. mit Fußnote versehen). 

Spätestens ab Juni sind auch die Zugbegleiter angehalten, die Ausschlusszeiten durchzusetzen und Fahrgäste mit Fahrrad aus den Zügen zu verweisen. Sobald die neuen S-Bahnzüge zur Verfügung stehen, ist anzunehmen, dass die Ausschlusszeiten wegfallen. Die Züge verfügen über je zwei Mehrzweckabteile. Wir werden dann umgehend zum Einsatz der neuen Züge berichten.

Ulrich Epperlein

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Anlegestelle Main-Donau-Kanal: Zu wenig Platz für Radler

Juni 2011 

Im Rahmen des geplanten Ausbaus der Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe am Main-Donau-Kanal haben wir eine Änderung der Planung gefordert. 

Denn die Fahrspur, auf der sich Radfahrer und entgegen kommende Busse begegnen werden, ist mit 3 m Breite zu schmal bemessen. Insgesamt ist die Fahrbahn 6,50 m breit. Doch auf der der Ufermauer zugewandten Fahrspur parken Busse, um die Schiffspassagiere ein- und aussteigen zu lassen. Radfahrer müssen also an diesen wartenden Bussen vorbeifahren und begegnen dabei entgegen kommenden Bussen, die die Passagiere z.B. zur Stadtbesichtigung fahren. 

Diese Situation dürfte bei vielen Ausflugsradlern wohl mindestens ein mulmiges Gefühl erzeugen. Wir haben deshalb eine Verbreiterung der Fahrbahn angeregt.

Jnes Ott

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Radverkehr in Nürnberg - Das ärgert den Radler

Stadtratsmehrheit hält Verbesserungen im Burgviertel für unnötig

Juni 2011

Auf Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen wurden städtebauliche und verkehrliche Verbesserungen im Burgviertel in der Nürnberger Altstadt untersucht. 

Die Aspekte des Radverkehrs wurden dabei von der Stadtverwaltung leider kaum betrachtet. In einem Schreiben an die Stadtratsfraktionen haben wir eine andere Ausgestaltung der Verkehrsfläche in der Bergstraße mit dem Ziel einer Geschwindigkeitsreduzierung und die Verwendung eines fahrradfreundlicheren Pflasterbelags zumindest im Randbereich der Fahrbahn vorgeschlagen. Auch Fahrradabstellanlagen im Bereich des Tiergärtnertorplatzes haben wir angeregt. 

Die Mehrheit im Stadtrat hielt allerdings Veränderungen im fraglichen Bereich für nicht erforderlich.

Jnes Ott

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Baustellen und Radfahrer: Ein Dauerthema

April 2011

Das Frühjahr ist da und damit auch die Baustellen. Auch wenn wir in der Vergangenheit immer wieder mit der Stadtverwaltung über die ausreichende Berücksichtigung des Radverkehrs an Baustellen diskutiert haben - einen zufriedenstellenden Zustand haben wir noch nicht erreicht.

So ist auch für Radfahrer in der Pillenreuther Straße das Fahren stadteinwärts zur Zeit nicht möglich. Doch eine Umleitungsstrecke ist nur für den Autoverkehr beschildert. Und die ist für Radfahrer umwegig und kaum geeignet. Wir haben deshalb attraktivere Strecken als Umleitung für Radfahrer vorgeschlagen.

Aufgrund der Sperrung der östlichen Brücke in der Münchener Straße (nördlich Trierer / Zollhausstraße) werden auch Radfahrer auf den westlichen Geh- und Radweg umgeleitet. Allerdings findet sich dort dann eine Beschilderung als reiner Gehweg. Dabei ist diese Verbindung sowohl für Alltagsradler (Gartenstadt - Langwasser) als auch für Freizeitradler (5-Flüsse-Radweg) von hoher Bedeutung. Aufgrund des geringen Fußgängeranteils in diesem Bereich haben wir für eine Freigabe des Gehwegs für Radfahrer plädiert.

Jens Ott